‚Leadership entfalten‘ ist das Schlüsselprojekt
Newsletter | Februar 2025
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Ein Projekt ‚Leadership entfalten‘ kann für Teams und Organisationen ein Schritt zu mehr Frische, Beweglichkeit und Lebendigkeit sein. Es berührt die Tiefe der Organisation und gibt den dort arbeitenden Menschen Raum für weitere Entwicklung. Organisationsentwicklung im New Work-Style braucht so etwas, damit Strukturprojekte wie ‚Räume neu gestalten‘ oder ‚digitale Entwicklung‘ mit dem Wesentlichen der Organisation verbunden sind.
Bei Leadership denkt man als erstes an Führungspersonen, und das ist auch gut so. Aber Leadership zu praktizieren, ist nicht abhängig von einer bestimmten Hierarchie-stufe, sondern davon, ob und wie man die eigenen Fähigkeiten ins Spiel bringt – oder bringen will. Das kann in eher hierarchi-schen Kontexten etwas anders aussehen als in „flachen“ Strukturen.

‚Leadership entfalten‘ ist ein „Second Training“ auf der Basis dessen, was man im „First Training“ bereits mit Ausbildung oder Weiterbildung zum Professionell-Sein gelernt und praktiziert hat.
Was sollte man wissen, wenn man loslegen möchte?
Ein Projekt ‚Leadership entfalten‘ braucht viel Sorgfalt und Behutsamkeit. Denn durch die gewünschte persönliche Entwicklung der Beteiligten werden sich die beiden Bereiche „Beruf“ und „Privat“ einander annähern. Sie werden sich gegenseitig unterstützen oder verstärken und hin und wieder sogar beflügeln. Jede und jeder kann nach und nach mehr von dem entdecken und praktisch entfalten, das sie oder ihn wirklich ausmacht.
Leadership ist individuell
Mit dem Entfalten von Leadership beginnt man bei sich selbst. Man tut es, indem man Wahrnehmung und Bewusstsein dafür entwickelt, was bei einem selbst geschieht. Das hat mit Spüren, mit Zuhören und mit Klingen-lassen zu tun. Es hat auch etwas damit zu tun, was seelisch „nährt“ und verdaulich ist. Und es hat damit zu tun, mit dem verbunden zu sein, das Sicherheit und Beweglichkeit gibt. All das ist eine Art Management: Inneres Management, Arbeiten mit sich selbst. Es braucht Aufmerksamkeit und klare Entscheidungen für Raum und Zeit und Stille.
Wenn sich Führende dafür entscheiden, im Kreis der Kolleginnen und Kollegen ihre Leadership zu entfalten, verändert sich das Miteinander. Man kann spüren, dass man gemeinsam unterwegs ist. Die Gleichwertigkeit aller ist gesetzt, und gleichzeitig ist klar, dass jede und jeder sich auf eigene individuelle Weise auf den Weg macht.
Eine ganz neue Qualität von Vertrauen und Miteinander kann entstehen, und das weckt Zuversicht. Die Zukunft könnte anders aussehen als bisher gedacht (oder befürchtet). Man kann gespannt sein, wie sich das im Geschäftsalltag bemerkbar machen wird.
Auch in schlummernden Organisationen möglich
Kann man ein Projekt ‚Leadership entfalten‘ überall und jederzeit einfach so angehen? Auch da, wo das Team oder die Organisation im Hinblick auf bewusstes Führen und Zusammenarbeiten eher in einem Schlummermodus ist? Es gibt durchaus Berufswelten, in denen es als unpassend oder sogar unprofessionell empfunden wird, Leadership entfalten zu wollen.
Da wird Professionalität mit dem Einhalten vorgegebener und akzeptierter Verhaltensweisen gleichgesetzt. Da scheint das Arbeiten vor allem aus definierten Strukturen und Abläufen zu bestehen – gut abgesichert durch Fachsprachen und hierarchische Zuweisungen. Die einzelnen Individuen wirken darin gut „verpackt“ und kaum sichtbar. Statt Lösungsorientierung stehen Aufgabenerfüllung und fachliche Ergebnisse im Vordergrund. Lineares und Quantitativ-Messbares dominieren das Geschehen.
All das Lebendige, Bewegliche und Frische, das Menschen auch zur Verfügung steht, findet gut versteckt hinter den Kulissen statt. Vorn auf der Bühne zählt es nicht – abgesehen davon, dass es dafür auch keine gemeinsame Sprache gäbe.
Wer unter solchen oder ähnlichen Umständen (mit oder ohne New Work) ein Projekt ‚Leadership entfalten‘ starten will, braucht dazu vor allem klaren Willen und eine voll engagierte und für das Projekt stets ansprechbare Führungsebene. Nur sie hat die Möglichkeit, dem Projekt die nötige Sicherheit zu geben. Sicherheit für kreative und qualitative Entwicklungen. Das ist eine völlig andere Art von Sicherheit als die, die üblicherweise lineare und quantitativ zu messende Vorgehensweisen bewacht.
‚Leadership entfalten‘ braucht einen sicheren Raum

Ein sicherer Raum bedeutet: Menschen können darauf vertrauen, dass auch das, was sie persönlich ausmacht, für die Organisation oder das Team wichtig ist. Das führt zu einem erweiterten Verständnis von Professionalität: Die Beteiligten wissen, dass ihre individuellen Führungsqualitäten und -möglichkeiten respektiert und geachtet werden. Und dass es sich lohnt, sich auf den Entfaltungsweg zu machen.
Wer Kolleginnen und Mitarbeitern ein Projekt zu ‚Leadership entfalten‘ anbietet, sollte wissen, dass das attraktiv ist, aber auch gemischte Gefühle hervorrufen kann. Verteidigung und Abwehr im Miteinander sind meist recht gut eingespielt – während persönliche Entwicklung mehr Offenheit braucht.
Vielleicht gibt es auch ungute Erinnerungen an vergangene Ereignisse, die man plötzlich auch anders sehen kann. Oder man könnte entdecken, dass man gar nicht so allein ist, wie man bisher dachte.
Man sollte auch wissen (aber nicht sagen), dass die Beteiligten von dieser Arbeit vielleicht nicht nur beruflich profitieren wollen, sondern auch privat.
‚Leadership entfalten‘ – das wird gebraucht
Als erstes müssen(!) die Beteiligten gemeinsam und auch als Individuen zu dem Punkt kommen, an dem jede und jeder für sich sagen kann: „ja, ich mache mit, und ich mache mich auf meinen Weg“. Das Kreisformat, kombiniert mit Austausch in Kleingruppen, ist der beste Rahmen, um diese Entscheidungen zu erarbeiten.
Leadership zu entfalten macht zukunftsfähig. Daher muss darauf geachtet werden, die Weichen für die Zukunft auch möglichst präzise zu stellen. Ziele, Wünsche, Intentionen, Sehnsüchte, Bedürfnisse – sie alle sind wichtige Energiequellen, und man sollte sie fein voneinander unterscheiden. Der rote Faden muss immer wieder sichtbar werden.
Das Umgehen mit Polaritäten ist eine wichtige Aufgabe für Leadership (ganz im Gegensatz zu manchem gerade aktuellen präsidialen Verhalten). Missverständnisse, Spannungen oder Konflikte können dafür lebendige Impulsgeber sein. Zur Bearbeitung und für Lösungswege bieten sich eine ganze Reihe von Sichtweisen und Werkzeugen an. In der Tiefe geht es immer darum, konstruktive Beziehungen zu gestalten – zu sich selbst und zu anderen und in variierenden Kontexten.
Leadership zu entfalten ist eine Investition. Die Beteiligten investieren in die eigene Weiterentwicklung, und die (zahlende) Organisation investiert in ihre Führungs- und Unternehmenskultur. Ein solches Investment braucht Zeit und kontinuierliche Aufmerksamkeit. Nach und nach kann es eine eigene Dynamik entwickeln, spielerisch und spontan werden. Der wahrscheinlich spürbare Druck ist Bestandteil des Prozessweges und sollte unbedingt genutzt werden. Er gehört zum Entfalten von Potenzialen dazu.

Selbstcoaching für wirksames Führen: Leadership entfalten. Wohlwollen entwickeln